STADTENTWICKLUNG

STADT-
ENTWICKLUNG

Rotenburg an der Fulda

STADTUMBAU

STADTUMBAU

Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung”“

Das im Jahr 2015 neu aufgelegte Bund-Länder-Programm „Stadtumbau in Hessen“ dient der Förderung der nachhaltigen Entwicklung von Städten und Gemeinden in Hessen. Finanziell unterstützt werden Maßnahmen die dem Klimaschutz in der Stadt dienen, Projekte für die Schaffung neuen und bezahlbaren Wohnraums und zur Anpassung an den demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandel sowie zur Stärkung der biologischen Vielfalt in den Kommunen. Konkret werden damit beispielsweise die Nutzung von Brachflächen und leerstehenden Gebäuden gefördert, neue Grün- und Wasserflächen („grüne und blaue Infrastruktur“) in den Städten bezuschusst, die energetische Modernisierung von Altbauten und Fachwerkhäusern vorangebracht, oder neue Rad- und Fußwegeverbindungen in den Kommunen geschaffen.

Die Stadt Rotenburg a. d. Fulda wurde 2017 mit dem Gebiet „Stadtzentrum Altstadt-Neustadt-Fuldaufer“ vom Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ aufgenommen.

Grundlage für die Umsetzung von Projekten im Rahmen des Programms „Stadtumbau in Hessen“ ist das ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept). Dieses kann auf den hier angeschaut und heruntergeladen werden. Es bildet den Handlungsrahmen der städtebaulichen Entwicklung in den kommenden zehn Jahren in der Innenstadt von Rotenburg a. d. Fulda.

Mit dem Jahr 2020 wurden die Programme der Städtebauförderung in Bund und Land neu geordnet. Das Programm “Stadtumbau in Hessen” ist in das Programm “Wachstum und nachhaltige Erneuerung” übergegangen. Die Ziele und Förderschwerpunkte haben sich jedoch gänzlich erhalten.

Das Fördergebiet

Das Fördergebiet „Stadtzentrum Altstadt-Neustadt-Fuldaufer“ hat eine Größe von ca. 40 ha, in dem 2.500 Bewohner leben. Es umfasst im Wesentlichen den historischen Stadtkern Rotenburgs sowie die nach Osten und Westen verlaufenden Freiflächen entlang der Fulda. Das Gebiet wird durch den Verlauf der Fulda in zwei Bereiche gegliedert – die Neustadt nördlich der Fulda und die Altstadt südlich des Flusslaufs. Zusätzlich im Stadtumbaugebiet aufgenommen wurde die innerstädtische Fuldaaue inklusive des Schlossparks. Die großteils denkmalgeschützte Kernstadt von Rotenburg a. d. Fulda ist geprägt von einer kleinteiligen Bebauung mit Fachwerkgebäuden aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Neben der Funktion als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Gesamtstadt ist das Fördergebiet ein bedeutender Wohnstandort.

Das geplante Fördergebiet umfasst im Wesentlichen das historische Stadtzentrum mit den Stadtteilen Altstadt, Neustadt und angrenzenden Bereichen sowie einen Großteil der innerstädtischen Fuldaaue inklusive des Schlossparks. Mit dem neu ausgerichteten Programm soll neben der Stärkung des Stadtzentrums als Wohn- und Einkaufsstandort der Tourismus verstärkt in den Fokus der Stadtentwicklung gerückt werden. Hohes Potenzial besitzt die hierbei die Fulda, die neben der Wiederbelebung der Einkaufsstraßen einen besonderen Entwicklungsschwerpunkt bildet.

Ziele des Stadtumbaus

Ziel des Stadtumbaus in Rotenburg ist es, die Innenstadt den heutigen Ansprüchen entsprechend anzupassen und insgesamt zukunftsfähig zu machen. Mit dem neu ausgerichteten Programm „Stadtumbau in Hessen“ soll neben der Stärkung des Stadtzentrums als Wohn- und Einkaufsstandort der Tourismus verstärkt in den Fokus der Stadtentwicklung gerückt werden. Dafür soll die Aufenthaltsqualität entlang der Fulda und in der gesamten Innenstadt gesteigert werden, die Leerstände in der Kernstadt verringert und die vorhandenen Potenziale und Stärken der Stadt besser ausgeschöpft werden. Dadurch wird es möglich, die Stadt Rotenburg zu einer „Stadt der kurzen Wege“ mit nachhaltigen Quartieren und verbessertem Stadtklima weiterzuentwickeln. Sogenannte Mischquartiere bieten in Zukunft einen hohen Wohnwert in zentraler Lage von Rotenburg und kombinieren wohnortnahe Infrastruktureinrichtungen mit deutlich höherer Aufenthaltsqualität und vergrößertem Freizeit- und Erholungsangebot und unterstützen damit die Entwicklung Rotenburgs als bedeutenden Tourismusstandort im mittleren Fuldatal. Um diese Ziele zu erreichen wird Rahmen des Stadtumbaus angestrebt, den Versiegelungsgrad in der dicht bebauten Fachwerkaltstadt zu verringern. Zudem soll die E-Mobilität ausgebaut und der Energieverbrauch gesenkt werden. Die heute schon vorhandenen Potenziale des Grünraums entlang der Fulda sollen zudem zu einem Blau-Grünen-Band mit Begegnungsorten mit Aktivitätspotenzial weiterentwickelt werden.

Meilensteine

November 2017 Aufnahme in das Programm “Stadtumbau in Hessen”

Mai 2018 Stadtspaziergang

Juni 2018 Auftaktwerkstatt

September 2018 Projektwerkstatt

Dezember 2018 Abgabe ISEK beim Ministerium

Februar 2019 Abgabe Satzung Fassadenprogramm beim Ministerium

Mai 2019 Tag der Städtebauförderung

Mai 2019 Bürgerstammtisch

September 2019 Freigabe des ISEK duch Stadtverordnetenversammlung

Oktober 2019 Sanierungsprogramm für Hauseigentümer startet

März 2020 Bürgerversammlung zum Stadtumbau

Mai 2020 Flyer zum Tag der Städtebauförderung und Ideenabfrage zur Gestaltung Fuldaufer

Stadtumbaubüro

Das Stadtumbaubüro ist ein integraler Bestandteil des Stadtumbauprozesses in der Stadt Rotenburg a. d. Fulda. Es dient als Beratungs- und Informationsstelle für alle am Stadtumbau in Rotenburg Interessierten und begleitet aktiv die Entwicklung des Stadtumbaugebietes in der Kernstadt.  In der Räumlichkeiten der MER wird das Stadtumbaubüro damit zur ersten Anlaufstelle für alle lokalen Akteure – ob Bürger, Vereine, Initiativen, Gewerbetreibende oder Eigentümer. Das Stadtumbaubüro nimmt Anfragen und Anregungen entgegen und informiert zu aktuellen Entwicklungen im Stadtumbauprozess. Darüber hinaus unterstützt es Ideen und Projekte und berät zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten im Stadtumbaugebiet “Stadtzentrum Altstadt-Neustadt-Fuldaufer”

Sprechzeiten:

AKTUELL DURCH CORONA NUR TELFONISCHE SPRECHZEITEN

Dienstag 9:00 bis 10:00 Uhr
Donnerstag 15:00 bis 16:00 Uhr

sowie nach telefonischer Vereinbarung

Lokale Partnerschaft („LoPa“)

Ein wichtiger Aspekt des Stadtumbauprozesses ist die Einbeziehung und Beteiligung aller wesentlichen öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteure vor Ort in Rotenburg. Am 19. September 2018 wurde zur Begleitung, der inhaltlichen Abstimmung und Beratung im Umsetzungsprozess die sogenannte LoPa eingerichtet. Die Mitglieder setzen sich aus Vertretern der Stadtverwaltung sowie privater Akteure, wie z.B. Vertreter des örtlichen Einzelhandels, der Vereine und Initiativen in Rotenburg sowie der Kultur- und Tourismuseinrichtungen zusammen. Damit sind in der LoPa die wesentlichen stadtplanerischen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Kompetenzen vor Ort vertreten.
Die Gruppe kommt regelmäßig oder bei Bedarf zusammen und wirkt am Stadtumbauprozess beratend, koordinierend und unterstützend mit.

Tag der Städtebauförderung 2020

Durch die aktuelle Coronasituation konnte kein Tag der Städtebauförderung durchgeführt werden. Um aber doch alle Rotenburger Bürger/Innen zu erreichen, haben wir uns für einen Flyer entschieden, der am 16.05.2020 zum Tag der Städtebauförderung in allen Haushalten durch den Kreisanzeiger verteilt wurde.

Tag der Städtebauförderung 2019

Mit großen Interesse haben sich Rotenburger Bürger am Tag der Städtebauförderung über den aktuellen Entwicklungsstand informiert. das Freiraumbüro Schöne Aussichten aus Kassel sammelte Anregungen zum Thema „blauer Pfad“, die Wegeverbindung Bahnhof-Marktplatz. Beim Thema Parklets konnten Bürger aktiv mitgestalten und das Thema Fußgängerzone im Steinweg wurde kontrovers diskutiert.

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